Genitalherpes

Es gibt zwei Arten von Herpesviren
HSV Typ 1: Verursacht kleine Bläschen rund um den Mund, auch bekannt als orales Herpes. Auch der Genitalbereich kann betroffen sein, dies ist allerdings unüblich.

HSV Typ 2: Verursacht Genitalherpes. Eine Übertragung auf andere Körperbereiche ist möglich aber weniger häufig.

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Herpes Simplex hat sich in zwei Typen entwickelt, die sich darauf spezialisiert haben, entweder den Intimbereich oder den Mund zu befallen. In unglücklichen Fällen können beide Viren auch an anderen Teilen des Körpers auftreten.

Herpes – so häufig wie eine Erkältung
Studien haben gezeigt, dass ca. 80 Prozent der Bevölkerung mit dem Herpes Simplex Virus infiziert ist oder Antikörper dagegen hat. Ungefähr 20 Prozent leiden regelmäßig unter Bläschen, der übrige Teil stellt stille Träger des Virus dar. 80 Prozent aller infizierter Personen entwickeln niemals irgend eine Art von Symptom. Allerdings macht dieser Umstand es nicht weniger unwahrscheinlich, dass sie das Virus an andere gesunde Menschen übertragen. Dies ist die führende Ursache, dass Herpes so weit verbreitet ist.

Genitalherpes – die häufigste sexuell übertragbare Infektion (STI)
Ungefähr 20 Mio. Deutsche können mit Genitalherpes infiziert sein oder tragen Antikörper gegen diesen in sich. Nur 5 Mio. dieser Personen entwickeln regelmäßig Wundstellen und Ausschläge im Intimbereich. Die übrigen gehören zu den sogenannten stillen Trägern, also Personen, die das Virus unbewusst in sich tragen und andere Personen infizieren können.

Die meisten infizierten Personen zeigen keine Symptome
Relativ wenige Personen, die mit Herpes infiziert sind, entwickeln Symptome wie Wundstellen und Bläschen. Ob Sie wunde Stellen durch Herpes entwickeln oder nicht hängt von der Stärke Ihres Immunsystems ab. Eine Person, die das Herpes Virus seit 20 Jahren in sich trägt ohne Symptome zu zeigen, kann plötzlich Wundstellen entwickeln.

Herpes Simplex ist nicht heilbar
Wenn Sie sich einmal mit dem Virus infiziert haben, können Sie es nicht wieder loswerden. Diese virale Krankheit kann nicht geheilt werden und schlummert zwischen den Ausbrüchen im Nervensystem der spinalen Ganglien. Unglücklicherweise gibt es zur Zeit keine Impfung oder Heilung für Herpes. Die einzigen Behandlungsmöglichkeiten sind Salben und Medikamente, die das Immunsystem dazu stimulieren, den Ausbrüchen zu widerstehen und die Genesung zu beschleunigen.

Das Herpesvirus schlägt zu, wenn Ihr Immunsystem schwach ist
Genitalherpes verursacht hauptsächlich Ausbrüche, wenn Ihr Immunsystem schwach ist. Es gibt viele Dinge, die das Immunsystem beeinflussen, zum Beispiel Schlafmangel und Stress, ganz zu schweigen von Depression. Herpes Ausbrüche sind wahrscheinlicher, wenn Sie viel Zeit in der Sonne verbringen, weshalb viele Menschen Ausbrüche während der Ferien in wärmeren Ländern haben. Das Herpesvirus ist üblicherweise in den ersten fünf bis zehn Jahren nach der Infektion am aktivsten, danach werden die Ausbrüche seltener.

Die Infektion wird durch Geschlechtsverkehr übertragen
Die meisten Menschen infizieren sich während des Geschlechtsverkehrs mit Genitalherpes. Das Virus breitet sich am wahrscheinlichsten über das Sekret aus Wundstellen und Bläschen aus, das mit der Haut in Berührung kommt. Außerhalb des Körpers überlebt das Virus nur für eine sehr kurze Zeit. Daher besteht die Gefahr, sich über Toilettensitze, Handtücher und Unterwäsche zu infizieren nur theoretisch. Die Möglichkeit besteht zwar, das Virus aber stirbt in diesen Umgebungen sehr schnell. Das Virus kann auch bei der Entbindung übertragen werden, wenn eine schwangere Frau sichtbare Wundstellen hat, durch diese kann das Neugeborene infiziert werden.

Anzeichen einer Infektion – Wie Sie herausfinden, ob Sie mit Genitalherpes infiziert sind
Der erste Ausbruch von Genitalherpes verursacht meistens ein leichtes Fieber und Schmerzen im Bereich der Geschlechtsorgane und den Lymphknoten. Wiederholte Ausbrüche sind meistens begleitet von Juckreiz, einem brennenden Gefühl und dem Gefühl eines kleinen Knotens unter der Haut. Nach ein paar Tagen erscheint ein Bläschen, welches aufplatzt und eine offene Stelle hinterlässt. Diese Phase ist meist schmerzhaft, unangenehm und geht mit nässenden Wunden einher, welche brennende Schmerzen verursachen. Es ist die Phase während der das Virus am wahrscheinlichsten auf andere Personen übertragen werden kann. Die Dauer vom Erscheinen der Bläschen bis zur Bildung von wunden Stellen dauert meistens ca. ein bis zwei Wochen.

Bereiche, in denen Symptome des Genitalherpes am häufigsten auftreten:

  • Am Anfang des Vaginalkanals und um den Scheideneingang herum
  • Auf dem Penisschaft
  • Auf dem Skrotum
  • Auf dem Gesäß, im Lendenbereich oder um den Anus

Genitalherpes ist eine harmlose Infektion
Auch wenn Genitalherpes eine unerfreuliche Krankheit ist, die während eines Ausbruchs Probleme wie Wundstellen und Bläschen verursacht, ist das Virus an sich harmlos. Es wird daran geforscht, wie das Virus das Immunsystem beeinflusst. Hierbei wird behauptet, dass das Immunsystem eine Verteidigung gegen andere Infektionen aufbauen kann, wenn es dem Herpesvirus ausgesetzt ist. Zukünftige Untersuchungen werden zweifelsohne eine Verbindung zu anderen Krankheiten zeigen, sowohl im positiven als auch im negativen Sinne.

Wenn Herpes ein Gesundheitsrisiko darstellt
Das größte Risiko bei Herpes sind die verursachten Wundstellen, die bei einer Infektion auftreten. Diese können schlecht ausheilen und es besteht immer ein Risiko, sich durch offene Wundstellen mit anderen Infektionen zu infizieren. Dies kann zu einer Vereiterung und Ausbreitung der wunden Stellen auf andere Bereiche führen. Solche Fälle können folgenreich enden, es sei denn sie werden ärztlich erfasst und mit Antibiotika behandelt. Ein Neugeborenes, das mit dem Virus infiziert ist, kann schwerwiegende Probleme bekommen, da sein Immunsystem noch nicht an das Virus angepasst ist. Das Virus kann den Mund, die Nase und die Atemwege befallen und in manchen Fällen zu Meningitis führen, was das Kind in eine lebensbedrohliche Situation bringt. Bei Frauen, die sichtbare offene Wundstellen von einer ersten Herpesinfektion haben, wird üblicherweise ein Kaiserschnitt empfohlen.