Übertragung

Genitalherpes ist eine virale Infektion durch das Herpes-Simplex-Virus. Im Vereinigten Königreich tragen geschätzte 80% der Bevölkerung das Virus in sich. Normalerweise ist für die Infektion des Genitalbereichs, nur ein Typ des Virus verantwortlich. Dieser Virusstamm ist bekannt als Herpes-Simplex-Virus Typ 2 oder Genitalherpes. Geschätzte 10 bis 15 Millionen Einwohner sind Träger des Typ 2 Virus, aber nur 2 bis 3 Millionen von ihnen entwickeln übliche Symptome wie Entzündungen und Bläschen im Genitalbereich.

Wie kann Genitalherpes übertragen werden?
Genitalherpes wird normalerweise durch Geschlechtsverkehr mit einer, das Virus in sich tragenden, Person übertragen. Das Virus wird leicht durch Hautkontakt übertragen, weshalb es mit einer hohen Wahrscheinlichkeit durch Geschlechtsverkehr verbreitet wird. Es gibt ein theoretisches Risiko, eine Genitalherpesinfektion durch Kontakt mit Handtüchern und Unterwäsche einer infizierten Person zu bekommen. Allerdings stirbt der Virus sehr schnell, nachdem er den Körper verlassen hat, weswegen das Risiko einer Übertragung abgesehen von einem Haut zu Haut Kontakt sehr gering ist.

Ein Kondom bietet nur sehr geringfügig Schutz gegen Genitalherpes
Der einzige Weg, sich vor einer Infektion zu schützen ist die Vermeidung von direktem Hautkontakt mit infizierter Haut der Genitalien oder des Schambereichs. Ein Kondom bedeckt nur einen begrenzten Teil des Penisses weswegen die Krankheit, trotz Abdeckung der wunden Stellen, übertragen werden kann. Trotzdem bietet ein Kondom einen gewissen Schutz und ist besser als ungeschützter Geschlechtsverkehr.

Nässende offene Wundstellen und Bläschen sind hoch ansteckend
Das Risiko einer Übertragung ist in der Phase am höchsten, in der die Herpes stellen Bläschen und Eiter entwickeln. Das Virus wird übertragen, wenn Eiter aus den offenen Stellen in Kontakt mit ungeschützter Haut kommt. Es ist daher wichtig, eine Verteilung des Eiters zu vermeiden und auf seine persönliche Hygiene zu achten, um eine Ausweitung der wunden Stellen auf weitere Genitalbereiche und eine schlechte Heilung zu vermeiden. Lesen Sie hier mehr über Medikamente zur Behandlung einer Herpesinfektion.

Die ersten Phasen einer Genitalherpesinfektion
Geschätzte 25 Prozent der infizierten Personen entwickeln üblicherweise zwei Wochen nach einer Exposition gegenüber des Virus Symptome. Die ersten Anzeichen sind Schmerzen in den Lymphknoten und der Leistengegend, die typischerweise einhergehen mit Fieber und einem schwächeren Gesundheitszustand. Nach ein paar Tagen tritt ein Brennen und Jucken in den Bereichen auf, in denen sich wunde Stellen und Bläschen entwickeln. Mit Flüssigkeit gefüllte Bläschen erscheinen, die nach ein bis drei Tagen aufplatzen und eine wunde Stelle hinterlassen, typischerweise mit einem Durchmesser von ca. einem Zentimeter. Die wunde Stelle wird für ein paar Tage nässen und danach innerhalb von ein bis zwei Wochen abheilen.

Die Mehrheit der infizierten Personen entwickelt keine Symptome
Ein Grund, warum so viele Menschen den Virus tragen ist der, dass nur 25 Prozent aller Träger Symptome zeigen. Eine infizierte Person kann allerdings auch ohne das Anzeichen von Symptomen den Virus auf andere Personen übertragen, auch wenn keine wunden Stellen oder Eiter vorhanden sind.